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Samstag, 2. Januar 2016

Erdbeeren sind sooo lecker!

Mein Gatte kommt ja aus den neuen Bundesländern. Und als ordentliche Kleingärtner - sofern man bei 1000qm noch von Kleingarten reden kann - hatte die Familie des Gatten auch Erdbeeren im Garten. Und zwar nicht irgendwelche, sondern eine wunderbar aromatische und köstliche, die Mieze Schindler.
Im Handel bekommt man sie so gut wie nie zu kaufen, mein Biobauern auf dem Wochenmarkt hatte mal ein paar, denn diese Beere hat durchaus ihre Nachteile: Die Früchte sind eher klein, dafür gibt's auch nur wenige, die man mit Amseln und Schnecken teilen muss, sie bildet Ausläufer wie blöde, so dass man sie auch als Unkraut bezeichnen kann und haltbar ist sie auch nicht. Mag sein, macht aber nichts, denn der Geschmack macht die Nachteile alle wieder wett. Allerdings braucht sie eine Bestäubererdbeere im Beet, wir habe dazu zwei Senganapflänzchen dazwischen gepflanzt. Die fallen beim Marmeladekochen nicht ins Gewicht.
Wir finden ja, dass die Mieze eigentlich in jeden Garten gehören. Dort müssen die leckeren Früchtchen es ja schließlich nur bis in den Mund oder bis in den Marmeladentopf schaffen.
 




















Und wenn's im Garten mal keine Marmelade gibt, kann man die Beeren auch einfach auf's Brot schnippeln.

Pönterbuxen

Ich habe einen Lieblingsstoffladen. "Elsbeth und ich" heißt der Ort, der große und kleine Stoffsüchtige glücklich macht. Ein paar Schnitte gab es da auch schon immer, aber nun haben sie sich selbst an die Schnittentwicklung gemacht und einen Kuschelhosenschnitt herausgebracht.
Bei uns in der Familie hat meine Schwester diese Hosen "Pönterbuxen" getauft (man frage mich nicht, woher dieser Name kommt) und seitdem wird allem, was Jogging-/Yoga- oder Kuschelhose ist, so genannt.
Die Elsbeth-Pönterbuxe erfreut sich bei den Kindern der erweiterten Familie besonderer Beliebtheit, mein Exemplar liegt immer noch unzugeschnitten in der Stoffkiste.
Die Große hat sich ein Modell in schlichter schwarz-rot-Farbstellung gewünscht,

für die Lütte gab's die Waldhose,

für's patente Patenkind gab's eine Buxe in Paisley...



















und dann kam der Pönterbuxen-Fehler bei den pinken Füchsen, grmpf...

...aber neu zuschneiden und neu nähen und dann klappt's auch mit den Füchsen.
















Der Osterhase brachte was ganz Verrücktes...

...nämlich eine Overlockmaschine.
Sie ist einfach zu bedienen, schnell einzufädeln und nach einem Jahr "try and error" sind wir inzwischen ganz gute Freundinnen geworden und kommen miteinander zurecht.

Gleich bei der ersten Benutzung habe ich mein Messer geschrottet: Mit Nadeln abgesteckt, Kopf guckte durch die Küchentür, "Mama....", Mutter guckt hoch, vergisst die Nadel zu ziehen und knirsch...Messer kaputt.
Glück im Unglück, es war nur das Messer, der Nähmaschinendealer hatte geöffnet und für ein paar Euronen war ein neues Messer erstanden. Der Gatte zückte daraufhin noch eine Packung WonderClips aus der Schublade, die es eigentlich erst zum Geburtstag geben sollte (größere Geschenke hatte ich mir angesichts des Ostereis verbeten). Besser ist das!
Nun wird es noch schwieriger, unseren Esstisch während meiner Nähanfälle zu nutzen:


Das erste Projekt waren ein paar Jokertaschen, mit denen ich meine Familie und Freunde beglückt habe. Zum Zeil habe ich noch Innentaschen eingenäht, je nach Wunsch- und Bedürfnislage der Beschenkten.
Hier ein paar Rohlinge, die inzwischen zu unseren Freundinnen nach Florida ausgewandert sind:

 Und eine für die Mama...

 und eine für die Schwester...(den Stoff liebe ich ganz besonders)...

und eine für's Kind.
Ich mag den Joker. Es ist eine wirklich schnell zu nähende Tasche, so dass sie bei uns auch gerne mal als "genähtes Geschenkpapier" Verwendung findet. Dann gibt es sie ohne Reißverschluss und Schnickschnack. Ansonsten werden Reißverschlüsse, Innentaschen, Außentaschen, Wachstuch, Häkchen, Ösen oder anderweitiger Tüddelkram verwendet. So darf sie dann zum Einkaufen, ins Schwimmbad, zum Sport oder zum Stricken mit kommen.

Frühlingsgarten 2015

Das Jahr ist herum und der Blog war verwaist. Das wirkliche Leben hat für das virtuelle wenig Zeit gelassen - besser so als anders herum.
Allerdings hat das wirkliche Leben leider auch zu wenig Zeit für den Garten gelassen. So hatten Schnecken und Doofnickel reichlich ungestörte Phasen, um mir meine mit Liebe vorgezogenen Pflänzchen abzufressen. Und die frühen Sommerferien und der damit stattfindende Familienurlaub haben mich um meine Himbeeren gebracht. Allerdings sind die dann glücklicherweise in den Mägen einer befreundeten Familie gelandet. Auch gut!
Nachdem es zwar kaum Frost aber langes Üsselwetter gab, trauten sich ab Ende März die Pflänzchen dann doch aus der Erde, allerdings sah alles noch sehr braun aus.

Drei Wochen später hatte sich der Garten komplett gewandelt und auch ein paar tierische Gäste hatten sich aus der Winterpause eingestellt.




Nun gut, dieses Bild hat Suchbildcharakter...





Noch einen Monat später war der Garten eine wahre Pracht. Das Wetter war fast schon sommerlich, der Rhabarber hatte im Kuchen Verwendung gefunden und bei Sonne und angenehmen Temperaturen konnte man den Hummeln bei der Arbeit lauschen.




















Und dann war der Frühling auch schon wieder vorbei...

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Jahresabschlussrock

Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine bestimmte, nur am 31. Dezember gespielte Musikrichtung, sondern um dieses hübsche Teil, das ich gestern fertig genäht habe:
Da ich mir zu Weihnachten neue Stiefel geschenkt habe, zu denen ich aber leider keinen passenden Rock hatte, musste ich an die Nähmaschine. Und da ich vom Schicksal ausgebremst wurde, sprich vor Weihnachten noch keinen passenden Stoff mehr bekommen habe, habe ich den 2. Weihnachtstag damit verbracht, mir ein maßgeschneidertes Rockmodell zu klöppeln. Aus billigem Taschenfutterstoff habe ich dann das Musterstück genäht, geflucht, geändert, wieder geflucht und solange geändert, bis am Ende etwas Passendes herauskam.  Der Stoffkauf war dann auch noch mit ein paar Hindernissen gespickt, aber nun ist das Röcklein fertig und es passt auch noch ganz hervorragend zu dem schönen Schal, den mir mein Schwesterherz gestrickt hat. So endet das alte Jahr doch noch sehr versöhnlich (wenn man von der kaputten Waschmaschine und dem gestrigen Läusealarm mal absieht) und das neue Jahr kann kommen.
Einen guten Rutsch und ein traumschönes, kreatives 2015!

Montag, 29. Dezember 2014

Schnee...

Schnee ist ja bei uns ein eher seltenes Gut. Umso glücklicher sind Brut und Mutter, wenn es denn mal weiß gezuckert aussieht. Es taut zwar schon wieder, aber für einen Gartenrundgang, Eisplattensammeln und Schneemann bauen hat es gereicht.





Sonntag, 28. Dezember 2014

Halbjahresbericht

Das Leben war in Echtzeit und Farbe im zweiten Halbjahr entschieden wichtiger als das Bloggen, so dass sich hier in den letzten Monaten nur gähnende Leere breit gemacht hat.
Aber zwischen den Jahren fährt die Schlagzahl auch bei uns ein wenig 'runter, so dass ich gerade Muße habe (auch weil ich es gestern nicht mehr in einen Stoffladen zu fahren, um mir Stoff für einen neuen Rock zu kaufen, den ich dringend für meine neuen Stiefel brauche, grmpf, aber das ist ein anderes Thema).
Nähtechnisch war dieses Jahr ein relativ dürres. Die Versuche, mir ein Oberteil zu nähen, sind beide nicht fertiggestellt. Das eine Projekt (Tara) ist zu klein, keine Ahnung warum, und da der Ausschnitt ziemliche Fummelarbeit ist, hat der Frust obsiegt und das Ganze wurde in die Tonne gekloppt. Nicht ganz so weit, aber ähnlich frustig war die Erfahrung mit einem Burda-Schnitt, der jedoch zu groß ausfällt. Da muss ich noch mal dran, aber nicht in diesem Winter. Ist schließlich ein Sommerstöffchen, kommt also frühestens in den Osterferien als Wiedervorlage auf den Tisch.
Die Brut hat sich in diesem Sommer Haremshosen (oder von einer meiner Kolleginnen liebevoll Hosenscheißer-Hosen genannt) gewünscht. Ich finde ja, dass es nur gaaaaanz wenige Menschen auf der Welt gibt, die in diesen Hosen gut aussehen - und diese Menschen würden auch noch in Kartoffelsäcken eine gute Figur machen -, aber der Kinder Wille ist der Mutter Himmelreich und so wurden zwei Hosen genäht (wobei es nur die eine auf's Foto geschafft hat):
Kinder glücklich, Mutter besteht allerdings darauf, dass die Teilchen nur zu Hause oder zu sehr legeren Anlässen getragen werden. Bislang hat der Kompromis getragen.

Im Sommer wurde dann vorzugsweise gestrickt: Ein Lacetuch, das inzwischen gen Süden gewandert ist und von dem es kein Bild gibt. Große Teile des Tuchs sind bei meinem ersten Bergurlaub entstanden. Wir waren am Großglockner, auf einer Alm, ab von allem und es war ein Traum. Atemberaubendes Panorama, Blumen satt, Kuhglocken statt Autolärm, jederzeit wieder. Selbst das etwas kaputte Wetter konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun.




Auf der Rückfahrt waren wir noch ein paar Tage in München, wo ich die Erfahrung gemacht habe, dass ein Dirndl ein recht vorteilhaftes Kleidungsstück ist, allerdings passt es nicht so recht in meine Wohnumgebung. Wenn ich groß bin, nähe ich mir vielleicht mal eins. Da gibt es sicherlich viel zu lernen.

Wieder im Lande durfte der Garten vom Unkraut befreit (so viele Disteln waren noch nie...), die Bohnen geerntet und der Spitzkohl vor den Raupen gerettet werden.

 Für den Kindergarten gab es dann noch einen Satz Beuleneulen, einen Wal und Kinderschürzen.



Ein weiteres Projekt war das "Mama, ich brauche morgen für Halloween noch ein Kostüm"-Projekt. Irgendein Spieler in meinem Inneren Team hat mal wieder ordentlich quer geschossen und "Na gut" gesagt, so dass Stoffreste zugeschnitten und "Flickenlilly" genäht wurde.



Völlig handarbeitsfrei, dafür aber sonnen- und frischluftreich war eine Woche in Sankt Peter Ording. Sooo schön, endlich mal wieder Nordsee, Strand bis zum Abwinken und Drachensteigen lassen bis der Arzt kommt. Und als besonderes Schmankerl gab es eine Batterie Störche, die vor unserer Nase eine Rast einlegten (und von denen es kein einziges brauchbares Bild gibt, schnüff).

Und nach den Herbstferien wurde dann die Weihnachtsvorbereitungssaison gestartet: diverse Schlampermäppchen, Halssocken und Loops wurden genäht, ein Teddy gestrickt, das Tuch fertiggestellt, ein Pulli für's Kind genäht und mein erster Quilt ist entstanden:

Ein Lasagnequilt aus Stoffresten, einfach nur auf Fleece genäht, etwas windschief, aber fertig und kuschelig. Er wird in den nächsten Tagen noch zu seinem eigentlichen Bestimmungsort aufbrechen, hier zanken sich nur die Kinder darum.

Und plötzlich und unerwartet war da wieder ... Weihnachten
Und damit neue Stiefel, für die ich keinen Rock habe, der aber das nächste Projekt wird. Doch das Thema behandeln wird später...